Ringeltauben

Ringeltauben sind überall anzutreffen

In unseren Breiten sind die Ringeltauben fast überall zu finden. Daneben sind sie aber auch im Bereich des Ziergeflügels als Ausstellungsgeflügel zugelassen. Fünf Zuchten mit elf Zuchttieren bei der Bestandserfassung 2020 des BDRG spiegeln jedoch keineswegs die Bedeutung der Art wider.

Nicht bedroht

Columba palumbus – der lateinische Name der Ringeltauben – gehören zu den häufigsten Brutvögeln Europas. Offiziell werden sie als ungefährdet eingestuft und verfügen über einen stabilen Bestand. Ihre Ernährung ist überwiegend pflanzlich. Sie bevorzugen Wälder, haben mit der zunehmenden Verstädterung aber auch Parks und Grünanlagen in Großstädten für sich entdeckt und besiedelt. Dort sind sie, ebenso wie die Stadttauben ganzjährig anzutreffen, wohingegen sie im Nordwesten Europas häufig noch Winterwanderungen in wärmere Gegenden unternehmen.

Unterarten der Ringeltauben

Über nahezu das gesamte Verbreitungsgebiet finden wir die Nominatform der Ringeltauben. Daneben werden vier weitere bekannte Unterarten unterschieden. Nur zwei davon, die auf den Azoren und auf Madeira vorkommen, werden aber aufgrund der Insellage als endemisch betrachtet. Diese sind insgesamt etwas dunkler gefärbt. Bei den weiteren Unterarten, die im Iran, in Afghanistan, Kaschmir und Turkmenistan leben, gibt es weitere farbliche Abweichungen. Diese sind meist etwas heller gefärbt und der Halsfleck ist kleiner bzw. bräunlich. Im Gegensatz zu den Felsentauben haben die Ringeltauben aber keine Domestikation und enorme Veränderung in den Merkmalen und Eigenschaften erfahren.

Erscheinungsbild

Die Offizielle Grundlage zur Beurteilung von Ziergeflügel bezieht sich auf die Nominatform. Dieser beschreibt die Ringeltauben als „etwas über haustaubengroß“ und bemisst sie mit einer Länge von 40 bis 43 cm. Die Flügelspannweite misst 68 bis 77 cm. Ihr Gewicht schwankt in Abhängigkeit von der Jahreszeit und dem Futterangebot. Im Mittel erreichen sie aber etwa 500 Gramm.

Der Rücken und die Flügeldecken sind blaugrau. Während die Handschwingen überwiegend Schwarzgrau sind, zeigen die Handschwingen bei schiefergrauer Farbe einen weißen Außenrand. Dadurch zeigt sich am Vorderflügel unterhalb des Flügelbugs ein weißes Band. Auch in den Binden zeigt sich dadurch eine leichte Säumung. Die Steuerfedern sind blaugrau und zeigen eine sehr breite schwarze Endbinde.

Markenzeichen der Ringeltauben

Der Kopf ist blaugrau, ebenso der Nacken und die Kehle. Die Brustfarbe zeigt einen warmen weinrötlichen Ton, der sich zum Bauch hin abschwächt. Der Unterhals glänzt metallisch und an beiden Seiten zeigen sich glänzend weiße Flecken. Im direkten Vergleich lassen sich die Täubinnen an der etwas helleren Brustfarbe und dem etwas kleineren Halsfleck erkennen. Der Schnabel wird rosa bis dunkelrot mit gelber Spitze gefordert. Im Kontrast dazu sind die Schnabelwarzen weiß. Die Irisfarbe ist immer weißlich bis fahlgelb, und die Läufe sind dunkelrot.

Ob in der Voliere oder in freier Wildbahn, die Ringeltauben sind angenehm zu beobachten. Ihre Schlichtheit und ihr dennoch attraktives Äußeres bilden eine angenehme Kombination.

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