Aktuelle Ausgabe

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Titelbild Ausgabe 01/23

Einmal im Monat erscheint jeweils Freitags die neue Ausgabe der Geflügelzeitung. Von Groß- und Wassergeflügel über Hühner, Tauben und Ziergeflügel bis zu Tiergesundheit, Haltung und Zucht liefert die Geflügelzeitung alle wichtigen Informationen rund um die Rassegeflügelzucht.

Neben den Informationen zur aktuellen Ausgabe finden Sie auf dieser Seite das Editorial sowie das Inhaltsverzeichnis als herunterladbares PDF.

Unsere Themen GZ 1/2023

Die Deutschen Zwerg-Reichshühner sind eine rein deutsche Züchtung, die ihren Ursprung aus der Großrasse hat und in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts anerkannt wurde. Richard Knieper, Wilhelmshaven, und Heinrich Borchards, Mühlheim an der Ruhr, stellten sich völlig unabhängig voneinander der züchterischen Aufgabe, aus der bereits sehr beliebten Großrasse die Zwergform zu erzüchten. Als erster Farbenschlag wurde Weiß-Schwarzcolumbia (damals und lange Zeit als Hell bezeichnet) anerkannt. Von Richard Knieper ist bekannt, dass er diese aus hellen Zwerg-Wyandotten und einem feinknochigen Hahn mit zierlichem Körperbau der Großrasse erzüchtete. Bereits in der 2. Generation hatten die Tiere die entsprechende Zwergengröße. Diese stellte er 1932 bei der Norddeutschen Geflügelschau erstmals erfolgreich aus. Ein Jahr später, anlässlich der Lipsia-Schau 1933 in Leipzig, zeigte auch Heinrich Borchards seine Tiere. Hier lernten sich beide Züchter kennen und ein reger Austausch von Erfahrungen und Tieren setzte ein. Zu dieser Schau präsentierte auch Albert Winkler, Mühlau, 1,1 weiße Dt. Zwerg-Reichshühner, die zufällig aus den damaligen Hellen fielen.

Nachdem in Ausgabe 19/2022 der Geflügelzeitung bereits über die Brügger Kämpfer berichtet wurde, wollen wir uns in diesem Beitrag der Schwesterrasse, den Lütticher Kämpfern widmen. Bereits im 17. Jahrhundert finden sich Hinweise auf langbeinige Hühner aus der Region um Brügge in Belgien. Zeitgenössische Zeichnungen lassen keinen Zweifel daran, dass es sich bei diesen Hühnern um Tiere in der Form von Kampfhühnern handelte. In etwas späteren Schriften ist dann auch von Brügger- oder einfach Belgischen Kampfhühnern die Rede. Zweifellos waren die Züchter über die ganzen Jahre bemüht, die Eigenschaften ihrer Tiere zu verbessern, um im Gallodrom, der Hahnenkampfarena, zu bestehen. Sicherlich kam es hierbei auch zu Einkreuzungen anderer Kampfhuhnrassen; beispielhaft seien hier die indischen Asil genannt. Anfang des 19. Jahrhunderts tauchte dann im Gebiet um die Stadt Lüttich ein etwas leichterer Schlag der Belgischen Kampfhühner auf. Diese Tiere waren eleganter, deshalb beweglicher und schneller in ihrem Kampfs

Werden neue Farben oder gar Rassen vorgestellt, stößt dies in der Züchterwelt nicht selten auf Kritik oder gar Abneigung. Verbunden ist dies meist mit der Sorge, dass eine immer größer werdende Vielfalt sich auf einen immer kleiner werdenden Kreis von Züchterinnen und Züchtern verteilt und möglicherweis alte Rassen und Farbenschläge auf der Strecke bleiben. Ob diese Bedenken begründet sind oder nicht, will ich an dieser Stelle nicht weiter zur Diskussion stellen. Auf der Ebene der Fairness sollte aber der jetzigen oder kommenden Generation von Züchterinnen und Züchtern das gleiche Recht auf Kreativität und die Freude am Experiment und dem Erschaffen zugestanden werden, wie vorherigen Generationen. Die Chabozüchter gelten in dieser Hinsicht sicherlich nicht als konservativ. Mit inzwischen 24 Farbenschlägen in zwei Gefiederstrukturen kann festgehalten werden, dass schon einiges geschaffen wurde und sich Weiteres in der Pipeline befindet.

Die Baers-Moorente, auch als Schwarzkopf-Moorente oder Baerente bezeichnet, ist ein Tauchentenart aus Ostasien. Sie zählt zu den seltensten Entenarten der Erde, denn ihr Wildbestand wird auf weniger als 1.000 Individuen geschätzt. Glücklicherweise besteht ein stabiler Reservebestand dieser Art in menschlicher Obhut. In Europa wird die Baers-Moorente mittlerweile häufiger gehalten und erfolgreich gezüchtet. Sie befindet sich sowohl in der Obhut von zoologischen Einrichtungen als auch in vielen Privathaltungen. Beschreibung Die Baers-Moorente ist eine kleine und kompakt wirkende Art der Tauchenten. Als nächstverwandte Arten gelten die Australische Moorente, die Madagaskar-Moorente und die Europäische Moorente. Doch während diese drei Arten mehr bräunlich und weiß gefärbt sind, zeigt die Baers-Moorente mehr schwarze Farbtöne. Mit einer Körperlänge von 41–47 cm und einem Gewicht von 880 g beim Erpel und 680 g bei der Ente sind Baers-Moorenten recht große Vertreter der Moorenten. Die Flügelspannweite beträgt 70–79 cm.

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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

mit dem ersten Heft der Geflügelzeitung im Jahr 2023 halten Sie eine deutlich dickere Ausgabe als sonst in den Händen. Das hat folgende Gründe: Die allgemein schwierige wirtschaftliche Lage geht auch an der Geflügelzeitung nicht spurlos vorbei. Enorm gestiegene Kosten etwa für Papier, Druck und Zustellung machen den Printmedien im Allgemeinen zu schaffen. Um Sie, liebe Leserinnen und Leser, nicht mit steigenden Abo-Preisen zu belasten, haben Geschäftsführung und Redaktion verschiedene Lösungsansätze diskutiert. Das Ergebnis markiert den Beginn einer neuen Ära. Fortan erhalten Sie die deutlich umfangreichere Geflügelzeitung einmal im Monat zu den bisherigen Konditionen. Wir freuen uns, dass wir durch diese Maßnahme den Abo-Preis stabil halten können. Die Schwesterzeitschrift Kaninchenzeitung hat diese Umstellung auf monatliche Erscheinungsweise bereits im Jahr 2014 unternommen, damit beste Erfahrungen gemacht und von den Lesern viel Zustimmung erhalten. Die neue Erscheinungsweise der Geflügelzeitung sichert Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, langfristig eine fachlich fundierte, moderne und preiswerte Zeitschrift. Viel Freude bei der Lektüre!

André Mißbach und Dr. Uwe Oehm, Redaktion Geflügelzeitung


Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe

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