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Nach der Vogelgrippe ist vor der Vogelgrippe

12.07.2017

Einleitung

Tierschutzgesetz


Grundsatz

Über allem steht:
§1 „(...) Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen."


Tierhaltung

§2 „Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,
1) muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
2) darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
3) muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen."

Das Tierschutzgesetz wurde im Jahr 2002 im Grundgesetz der BRD verankert, mit dem obersten Ziel, Tiere als Mitgeschöpfe wahrzunehmen und ihnen eine bessere rechtliche Position einzuräumen.

Alle Bundesbürger, besonders Tierhalter, aber auch Politiker, Landwirtschaftsminister und Landräte, als Chefs der Veterinärämter, stehen in der Pflicht unseres Grundgesetzes, das allen Tierarten gleichermaßen Schutz zusichern soll - so dachte es zumindest der Gesetzgeber.

Vögeln, die der industriellen Lebensmittelgewinnung dienen, würde man diesen Schutz dringend wünschen! Vage Formulierungen, gerade was das Platzangebot pro Tier betrifft, (für Mastgeflügel und Legehennen wohl geregelt) lassen Betrieben jedoch nach oben hin Hintertürchen offen, was nicht selten in Überbelegung endet.


Industrielle Geflügelproduktion im 21. Jahrhundert

In den Grauzonen der großen Tierfabriken läuft einiges nicht immer so, wie es sollte. Abgeschottet von der Außenwelt fristen Masthühner - Puten und Enten ihr kurzes leidvolles Dasein unter künstlichen Lichtquellen, in ständigem Gedränge ohne Rückzugsmöglichkeiten.

In der konventionellen Haltung werden die Tiere als bloße Produktionseinheiten gesehen, so behandelt und nach ihrer Schlachtung vom Lebensmitteleinzelhandel - kurz LEH zum Spottpreis unters Volk gebracht.

Einern Großteil unserer Gesellschaft geht ihr Leid am Allerwertesten vorbei, weil ordinäres Mastgeflügel in deren Köpfen, schon längst nicht mehr als Lebewesen wahrgenommen wird. Mit Schuld an der Realitätsausblendung trägt die Werbung mancher Geflügelfleisch vermarktenden Instanzen, welche den Zusammenhang vom lebenden Tier und dem Endprodukt durch trendige Anglizismen verwischen, die Vögel sogar noch zum Clown macht, in dem sie etwa ein Cartoon vom „ach so fröhlichen" Huhn mit Kochschürze, Mütze und einem ein Brathendel auf dem Teller der Öffentlich keit präsentiert. Hochherrschaftlich klingende Namen von vermeintlichen Hofgütern, auf denen die Tiere (angeblich) aufgezogen wurden, vermitteln Konsumenten ein gutes Gefühl, machen Lust auf gesundes Geflügelfleisch von glücklichen Tieren aus gutbäuerlicher Haltung. Zwar gelangen immer mehr Berichte über die unhaltbaren Zustände in der Geflügelmast an das Tageslicht, jedoch setzen diese dem Verbrauch an Geflügelfleisch in der Bundesrepublik kein Ende. Im Gegenteil, Hühnerfleisch ist beliebt, die Nachfrage groß, der Markt boomt. Betrug der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland 2015 noch 19,6 Kilogramm, deutete sich am Geflügelfleischmarkt 2016 erneut ein Verbrauchszuwachs an, erst mals wurde die 20 kg-Grenze erreicht.

Weil Angehörige anderer Religionen Geflügelfleisch, anders als das Fleisch von Schweinen oder Rindern, verzehren dürfen, wird zukünftig die Nachfrage weiter ansteigen.

Die Anhaltinischen Geflügelspezialitäten GmbH - besser bekannt als "Wiesenhof" reagierte frühzeitig, und sichert sich damit ein neues Käuferklientel. Auf jedem eingeschweißten Möckeraner Geflügeltorso prangt ein Stempel mit der Aufschrift "Halal/Helal", was bedeutet, dass das Produkt für jeden Muslim zum Verzehr geeignet ist. Im Möckeraner Schlachthof wird Allah angebetet, bevor das Band anläuft : Die Schlachtlinie ist in Richtung Mekka ausgerichtet, die Schlachtungen werden durch muslimische Schlachter mit einem speziellen Schnitt durchgeführt - der Islam ist längst in der deutschen Geflügelindustrie angekommen. Weltweit wird der Hühnerfleischproduktion auch aus diesem Grund das größte Wachstum vorhergesagt, zumal es auch billig zu haben und durch eine günstige Futterverwertung rentabler zu produzieren ist, als Rind oder Schwein. Insgesamt werden 160000 "Halal/Helal" Hähnchen täglich in Möckern geschlachtet, Tendenz steigend.


"Geiz ist geil!"

Sonderangebot, Aktionspreis, Tiefpreis, „Geiz ist geil" lautet die geheime Richtschnur des deutschen Konsumenten und die Marktstrategie von Supermärkten, Discountern und Fachgeschäften. Die feuern mit wöchentlichen Köder-Angeboten die Fleischeslust der Deutschen so richtig an, liefern sich dabei gegenseitig Konkurrenzkämpfe von seltener Intensität, die häufig rein über den Preis ausgetragen werden.

Dieses unverschämte Preisdumping, vonseiten des Lebensmitteleinzelhandels, ist schuld, dass Fleisch zur Billig-Ramschware verkommen ist und benutzt wird, um Kunden in die Geschäfte zu locken.

Den vertragsgeknebelten „Partnerbetrieben" (Lohn-Mäster) großer Geflügelfleisch vermarktender Unternehmen bleiben unterm Strich oft nur niedrige Gewinnmargen pro Mastdurchgang. Nur über die Tier-Masse und Anzahl der Mastdurchgänge pro Jahr gelingt es privaten Betrieben, wirtschaftlich über die Runden zu kommen. Ein arbeitsintensives Geschäft; bis zu 15 Stunden täglich, 365 Tage Jahr für Jahr, das stumpft ab, macht oft betriebsblind.

Das zuständige Ministerium und ein Institut ignorieren den existenziellen Druck mancher Mastbetriebe, der nicht selten tierschutzwidrige Konsequenzen für die Vögel hat. Statt den Geflügelfleisch erzeugenden Landwirten unter die Arme zu greifen, deren Produkte, verarbeitet ein wichtiges Standbein der deutschen Marktwirtschaft darstellen, zeigen sich Politik und Behörden gemein mit dem Großkapital, lassen in Lobbyistenmanier der Geflügelfleischindustrie und dem LEH freie Hand, fördern damit Billig-Geflügelfleischimporte aus Ländern, wo Betriebe nicht einmal EU-Mindestanforderungen für Tierhaltung einhalten.

Minimierte Betriebskosten ermöglichen es Geflügelproduzenten aus Osteuropa und Asien, deutsche Erzeuger zu unterbieten; den grausamen Preis der Dumpingpreise zahlen die Tiere.

Diese Vorgehensweise einer Obersten Bundesbehörde (Bundesministerium für Ernährung u. Landwirtschaft), - und einer Bundesoberbehörde (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) hat die deutsche Geflügelwirtschaft mitsamt ihren internationalen Warenströmen zum Virus Hexenkessel gemacht, der alhnählich überkocht, weil seit zehn Jahren das Institut den Bundeslandwirtschaftsminister überzeugen konnte (sollte?), Wildvögel seien schuld, weil sie als mobile Virusträger das Vogelgrippe-Virus von Asien nach Europa transportieren, innerhalb Europas verbreiten - bis in geschlossene Tierställe hinein.

Dem ist nichts entgegenzusetzen, solange man wie das Institut an der immer gleichen Theorie klammert, die seit zehn Jahren lautet :


FLI Risikoeinschätzung, 13.02.2017

[...] Symptomlos infizierte Wildvögel und solche, die sich noch in der Inkubationszeit befinden - meist Wasservogelarten wie Schwäne, Gänse und einige Entenarten, bewegen sich zwischen Ackerflächen (insbesondere Grünland, Maisstoppel sowie Wintersaaten von Raps und Getreide), auf denen sie tagsüber Nahrung aufnehmen, und Rastgewässern, die sie nachts aufsuchen. Sie können das Virus mit dem Kot ausscheiden und die aufgesuchten Landflächen und Gewässer kontaminieren. Darüber hinaus können verendete Vögel von Prädatoren wie Fuchs, Marder, Greifvögel und Krähen geöffnet und Körperteile, die hohe Viruslasten tragen verschleppt werden, so das mit einer beträchtlichen Umweltkontamination gerechnet werden muss. Personen, die kontaminierte Flächen betreten, und Fahrzeuge, die sie befahren, können das Virus weiterverbreiten und auch in Geflügel haltende Betriebe eintragen.

Eine durchaus nachvollziehbare Infektionskette, wenngleich sich bei Letzterem die Frage stellt, wie das in den hermetisch abgeriegelten Ställen passieren kann. Dort gelten strenge Hygienevorschriften, allem Anschein nach scheinen diese aber doch einige Lücken aufzuweisen.


Hinein oder heraus?

Fakt ist, dass die Vogelgrippe aktuell ein noch nie da gewesenes Ausmaß erreicht hat, von dem unabhängige Experten und Wissenschaftler vermuten, dass hinter der einfachen WildvogelTheorie, tatsächlich ganz andere, viel komplexere Mechanismen, eine Rolle spielen. Sie gehen davon aus, dass die hoch-pathogenen, tödlichen Keime erst in den industriellen Mastgettos oder infragwürdigen Haltungen entstehen - dass Virus also nicht in die Ställe hinein, - sondern aus diesen heraus in die Umwelt gelangt.

Die Tatsache, dass das Virus bisher vorwiegend in geschlossenen Großhaltungen auftritt, aber selten in kleinen artgerechten Freilandhaltungen, die eher Kontakt mit Wildvögeln haben könnten, spricht auch eindeutig gegen eine alleinige Verbreitung des Virus durch Wildvögel; diese sind aller Wahrscheinlichkeit nach eher Opfer als Täter.


Vogelgrippe gab es schon immer!

Das Risiko einer Entwicklung von hochpathogenen Virustypen besteht dann, wenn in der Natur vorhandene meist niedrig pathogene Virustypen mit den genetisch veränderten aus der Massentierhaltung oder auch Umwelt zusammentreffen und es zu Mutanten (Mischtypen) kommt.

Es ist Natur, das sich bei vielen Wildvögeln HS Antikörper nachweisen lassen, wie bei allen Lebewesen die in ihrem Leben irgendwann mit lnfluenzaviren in Kontakt gekommen sind.

Es ist Natur, dass in Vogelkadavern auch pathogene lnfluenzaviren nachgewiesen werden. Grippeviren gibt es seit Menschengedenken, alljährlich Seuchen sie sich durch die Menschen, - und Tierwelt, dringen in das Immunsystem geschwächter Wesen ein, gewinnen die Oberhand, sodass es zu Erkrankung und Tod kommt.

Es ist Natur, dass in Jahren wie diesem viele Wildvögel verenden, was hauptsächlich aber an dem langen Kälteeinbruch lag. Unter solchen extrem ungünstigen Bedingungen sind in der Vergangenheit schon immer große Verluste in der Wildvogelpopulation zu verzeichnen (2006 war so ein Jahr). Besonders an das Wassergebundene Vögel wie Schwäne, Enten, - und Gänsearten sind betroffen. Diese Spezies vertragen starke Minustemperaturen (Bodenfrost) nur sehr schlecht, verbringen daher besonders die Nächte auf offenen Gewässern, die zugleich als Nahrungsquelle dienen. Wenn Wasserflächen zugefroren sind, leidet Wassergeflügel große Not , die Anfälligkeit für Viren steigt dann.

Es ist Natur, dass das Vogelgrippe-Virus durch Wildvögel weiterverbreitet wird. Die Wildvogel-Population wäre aber irgendwann durchseucht, wenn nicht immer wieder neue Erregerquellen in Form von unzureichend behandeltem Dung aus der Massentierhaltung auf die Felder ausgebracht würden. Der internationale Handel mit Geflügelkot begünstigt eine Verbreitung des Virus, auch über die Fahrzeuge selbst, die von Betrieb zu Betrieb fahren.

Es ist Natur, dass der Raubbau des Menschen mit der Natur eine zunehmende Gefahr der Biozönose darstellt. In diesem Jahr werden bei verendeten Wildvögeln vermehrt lnfluenzaviren nachgewiesen. Wenn die verantwortlichen Behörden weiterhin rein lobbyistisch, eigennützig und rücksichtslos verfahren, sind katastrophale Ausmaße vorprogrammiert - nicht nur in der Vogelwelt.

Fakten, die für sich sprechen, dem Vertrauen des Bundesministeriums in das von ihm beauftragte Institut aber keinen Abbruch tun - oder dessen Wildvogeltheorie sogar gelegen kommt? Vielleicht als interessengeleiteter Versuch, ernsthafte Konsequenzen für die deutsche Geflügelindustrie zu umgehen?

Daran dürfte nicht nur der Politik, sondern auch dem Institutsleiter gelegen sein, immerhin sitzt der auch im Kuratorium der Tönnies Stiftung.


Keulen hält den Markt stabil

Um Konsumenten zu beruhigen und den deutschen Geflügelfleischmarkt stabil zu halten, hat man bereits Millionen Vögel gekeult, darunter niedrig pathogene und Gesunde, die „vorsorglich" getötet und vernichtet wurden, obwohl man die Tiere hätte bedenkenlos verzehren können.

Kleine „Bauernopfer" in Form von wertvollem Zuchtmaterial privater Rassegeflügelzüchter, oder Ziergeflügel in öffentlichen Parks nehmen Behörden mancherorts missbilligend in kauf - wo gehobelt wird, da fallen nun mal Späne.

Angst ums Federvieh dominiert längst den Alltag vieler privater Herzblut-Geflügelhalter in Risikogebieten, weil nicht abzusehen ist, wie lange die, mittlerweile größte Keulungsaktion in der Geschichte der Bundesrepublik, noch fortgesetzt wird - Tage, Monate, Jahre? Die Verbreitung der Vogelgrippe werden solche völlig überzogenen Rundumschläge aber nicht aufhalten, das gelingt nur, wenn das Virus-Übel an der Wurzel bekämpft wird, in der Massentierhaltung. Und in diesem Hexenkessel brodelt es schon lange mehr als gewaltig, irgendwann fliegt uns das Pulverfass „Tierindustrie" so richtig um die Ohren, dann geht nichts mehr. Werden die Verantwortlichen dann rigoros alle Vögel in unserem Land auslöschen?


Höchste Zeit für die Notbremse!

Statt weg, sollte man auf politischer Ebene mal genauer hinsehen, in die Hallen wo 10.000e Vögel dicht gedrängt auf engstem Raum, auf ihren eigenen Exkrementen stehen - wenn sie überhaupt noch stehen können. Die meisten Masthühner und Puten in der Endmast, fristen ihr Elend darin liegend. Auf ein extremes Körpergewicht und eine übergroße Brustmuskelpartie getrimmt, ist es den meisten Tieren nicht mehr möglich auf die Beine zu kommen, weil ihr Skelett der enormen Anforderung nicht standhält. Durch die hohe Ammoniakbelastung erleiden sie häufig schmerzhafte Verätzungen oder Brustblasen sowie entzündliche Druckgeschwüre im Brustbereich. Statt die Tiere zu erlösen, lässt man sie qualvoll vor sich hinvegetieren, hofft das sie bis zur Schlachtung (Hühner erreichen ihr Mastendgewicht zwischen 1,5 und 1,8 kg bereits im Alter von 30 bis 34 Tagen) durchhalten, um die Verlustspanne eines jeweiligen Mastdurchganges so gering wie möglich zu halten.

Abgestumpfte Mitarbeiter (meist Aushilfen aus Osteuropa) haben sich längst an die Bilder von Leid und Tod gewöhnt, die täglich ihren Arbeitsalltag flankieren - sind verroht. Sie bewegen sich nur dann in die Richtung eines Tieres, wenn es verendet, oder schon Halbtod ist.

§4 Tierschutzgesetz besagt für den letzteren Fall, dass nur wer die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat, ein Tier Nottöten darf.

Leider zeigt die Praxis in manchen Betrieben andere Bilder. Manches beim Tötungsversuch schwer verletzte Tier wird noch lebend in die Kadavertonne geworfen.

Antibiotikumprophylaxe- bekämpft keine Viren, sorgt aber dafür, dass möglichst viele Vögel bis zu ihrem bitteren Ende durchhalten.

Mastgeflügel, das den Schlachthof erreicht, hat in seinem Mastgefängnis einiges an Antibiotika geschluckt. Zum Einsatz kommen dabei sehr häufig auch Reserveantibiotika, deren Einsatz in der Tierhaltung eigentlich nur Ausnahmefällen vorbehalten ist.

In Großbetrieben, noch dazu, wenn sie in Gebieten mit hoher Tierdichte liegen, geht ohne das Medikament nichts mehr. Zwar gelten strenge Vorschriften, die besagen, dass Antibiotika nur im Krankheitsfall eingesetzt, durch Tierärzte verordnet und ihr Einsatz sowie die Abgabemenge von den Betriebsleitern und Tierärzten genau protokolliert werden muss, doch die lassen sich umgehen, sodass Antibiotika in Großbetrieben (hier herrscht ständig Erregerdruck) problemlos routinemäßig zum Einsatz kommt, um die Ausbreitung von Krankheiten bei dieser Enge in Schach zu halten, gefährliche Seuchen zu verhindern, oder auch, um noch schnelleres Wachstum zu erzielen.

Derzeit wird Masthähnchen kaum Platz zugestanden: Besatzdichten von bis zu 39 kg Lebendgewicht pro Quadrattmeter sind gängig. Demnach müssen sich bis zu 26 Hühner einen Quadratmeter Platz teilen - das entspricht pro Huhn in etwa einern DIN-A5-Blatt plus einen Bierdeckel.

Bei Puten gegen Ende der Mastperiode werden mit bis zu 52 bzw. 58kg Lebendgewicht pro m2 (je nach Geschlecht) gehalten - das entspricht fünf weiblichen oder drei männlichen Tieren pro m2.

Bei Pekingenten sind Besatzdichten von ca. 20 kg Lebendgewicht pro m2 gängig, was etwa 6 Enten pro m2 entspricht. Somit hat jede Pekingente nur etwas mehr als zwei DIN A4 Seiten Platz.

Moschusenten werden bei bis zu 35 kg Lebendgewicht pro m2 sogar noch deutlich enger gehalten - da Moschusenten des männlichen Geschlechts kurz vor der Schlachtung etwa doppelt so schwer sind wie die Weibchen, entspricht das etwa 7 Erpeln oder 13 Enten pro m2 in der Endmast . Dies bedeutet, dass eine weibliche Moschusente nur etwas mehr als eine A4 Seite Platz bzw. nur halb so viel Fläche wie eine Pekingente zur Verfügung hat.

Pro Mastgang stieg die Behandlungen mit Antibiotika wie beispielsweise Penicillin oder Neomycin von durchschnittlich 1,7 Behandlungen auf 2,3 Behandlungen pro Mastgang. Nach Aussagen von Amtstierärzten werden teilweise sogar sechs Behandlungen pro Mastgang verzeichnet. Ein Mastgang umfasst bei Hähnchen ca. 30 Tage.


"Tierwohl"

Markenfleischprogramme und die Initiative Tierwohl, die vom LEH finanziert wird, schauen bei angewendeten Medikationen zwar etwas genauer hin, garantieren ein Stufen übergreifendes Prüfsystem für frische Lebensmittel, das durch transparente und unabhängige Kontrollen entscheidend zur Verbesserung der Tierhaltungskriterien und Lebensmittelsicherheit beiträgt. Dennoch, auch hier kommen Antibiotika zum Einsatz, sind, je länger ein Betrieb besteht nahezu unumgänglich.

Auch bei den Tierwohlinitiativen sind beispielsweise in Hähnchenmastbetrieben Besatzstärken mit 35 kg/m2 Lebendgewicht gängige Praxis, bei Putenhennen 48kg/m2. Ob die vorgegebenen Besatzstärken immer eingehalten werden, lässt sich in der dicht aneinandergedrängten Tiermasse nicht feststellen, Auditoren und das zuständige Veterinäramt können auch hier nur „gut dünken" grob über den Daumen schätzen.


Lernfähige Viren und Bakterien

Die Quittung für jahrelange Massentierhaltung und den fahrlässigen Einsatz von Antibiotika, - oder anderen Arzneimitteln haben wir in Form von Resistenzen, beispielsweise gegen Antibiotika. In den Mastgettos latent vorhandene oder durch Zukauftiere neu eingeschleppte Mikroorganismen sind inzwischen wahre Verwandlungskünstler. Jahrelanger Antibiotikamissbrauch hat es ihnen ermöglicht, sich an die extremen Bedingungen in der Massentierhaltung anzupassen. Sie sind in der Lage antibiotisch aktive Substanzen abzuschwächen, oder gar zu neutralisieren. Solche durch natürliche Mutationen zufällig gegen das eingesetzte Antibiotikum resistente Bakterien können sich nun gegenüber den nicht-resistenten Bakterienstämmen besser behaupten und schneller vermehren. Aus solchen resistenten Stämmen können sich durch Mutation in den dauerhaft gestressten Tieren virulente (krankmachende) Erreger entwickeln, die, wenn sie auf Viren treffen, je nach Typ viele Tierverluste fordern. Durch Fahrlässigkeit in die Umwelt gelangt, können bakterielle Erreger und Vogelgrippe-Viren auf Wildvögel und auch Menschen überspringen, wie der Virustyp H5Nl im Jahr 2006.

Seit den Ereignissen im Zusammenhang mit der Vogelgrippe H5Nl, H6N1 und H7N9 erfuhren die Influenza-Subtypen seit 2006 besondere Aufmerksamkeit in den Medien.

H5N1 - H6N1 - H7N9, H5N8, heißen die behüllten Viren, die mittlerweile zum Inventar mancher großen Geflügelmastbetriebe gehören, denen man nachsagt, dass sie auch Handelsbeziehungen in das Vogelgrippe-Epizentrum, nach Südkorea pflegen.

Vorsorgliche Keulungen finden hier nicht zum ersten Mal statt, was betriebswirtschaftlich nicht den finanziellen Crash bedeutet. Im Gegenteil, Keulen kann die Gewinnmarge steigern, denn das vorsorgliche Töten teils gesunder Tiere schafft manchmal Platz für einen zusätzlichen Mastdurchgang. Betriebe sind nach einer Keulung 42 Tage gesperrt; ein Mastdurchgang bei Puten/männlich dauert im Schnitt 140 Tage, weiblich 119 Tage ...

Maximal 51.00 Euro pro Stück Geflügel entschädigt die Tierseuchenkasse Privathaltern oder Rassegeflügelzüchtern für entsprechend hochrassige Zuchttiere. Mastbetrieben wird die letzte Schachtkörper- Abrechnung für die zu erwartende Entschädigung zugrunde gelegt, somit verlieren sie kein Geld. Gewichtige Argumente für Mastbetriebe eine erhöhte Sterblichkeit im Bestand freiwillig beim Veterinäramt anzuzeigen.

Der Tierseuchenfond übernimmt auch die Kosten für die Tierentsorgung und Endreinigung.

Aber geht das ganze Desinfektionsprogramm auch immer so lückenlos vonstatten, wie es sollte?

Der Geflügelkot von Vogelgrippe betroffener Betriebe wird desinfiziert, abgelagert anschließend auf Felder und Äcker ausgebracht.

Kot ansonsten aber landet nicht selten unsachgemäß oder überhaupt nicht behandelt, also mitsamt dem Keimreservoir der Betriebe auf den Feldern, wo er als Dünger eingesetzt wird und die Nahrungskette wild lebender Tiere verseucht. Eine Ansteckung von Wildenten, Gänsen, Schwänen und Möwen, die auf Weiden oder Äckern häufig Nahrung suchen, ist somit leicht denkbar. Die Virusaufnahme kann über kontaminiertes Grünzeug oder Erde (Vögel nehmen über diese Mineralien und auch Verdauungssteinchen auf) als auch indirekt über im Boden lebende Zwischenwirte wie Würmer, Larven und Schnecken erfolgen.


Immer mehr Geflügel, immer mehr Mist, immer größere Probleme

Die Ausbringung von Gülle/Festmist auf Ackerland ist bis zum 1.November, auf Grünland bis 15.November möglich - also bis zum Ende des Vogelzuges ...

Die fahrlässige Handhabung mit Erreger kontaminiertem Gefügelkot (Gülle/Festmist) sollte mit als eines der Hauptkriterien angesehen werden, das entschieden zur Verbreitung der Vogelgrippe beigetragen haben könnte. Dabei sollten auch mögliche illegale Praktiken in Betracht gezogen werden.

Besonders in großen Tierhaltungsregionen kommt einiges an Dung zusammen. Davon fielen rund 47 Millionen Tonnen im vergangenen Jahr allein in Niedersachsen an. Hier hat die konventionelle Landwirtschaft ihre schlimmsten Auswüchse. Nirgendwo sonst leben so viele Schweine, Hühner und Rinder auf so wenig Fläche. Sie produzieren Gülle rund um die Uhr, jeden Tag. Je mehr Tiere es werden, desto größer ist das Problem.

Die Betriebe müssen zwar den Behörden genügend Flächen nachweisen, auf denen sie ihre Gülle ausbringen, doch in Wahrheit reicht der Platz in der Umgebung nie aus. Landkreise mit großen Tierhaltungen versinken deshalb sinngemäß bis zu den Knöcheln im Mist, vor allem leiden die Landkreise Cloppenburg, Emsland und Vechta mit fast 250 Prozent Überversorgung an der Gülle. Nicht genug des eignen Mists bringen übrigens auch die Niederlande ihren Geflügelkot (mangels eigener Fläche) auf deutsche Äcker- der internationale Handel mit der Gülle wird so zum Geschäft. Neben Gülle bilden auch Futter, Abwässer, Abfall, Abluft, Hygienelücken und der Handel mit Geflügel ein hohes Austragsrisiko.


Willkürliches Schweigen- wie lange noch?

Anstatt Mensch, Tier und Umwelt, endlich vor wirtschaftliche Interessen zu stellen, Schadensbegrenzung einzuleiten und das Pulverfass Tierindustrie entschärfen, sitzen, von Steuergeldern gut bezahlte Beamte, wie von der "Obrigkeit" befohlen, aus. Hoffen das sich bei wärmeren Temperaturen, mit Ende des Vogelzuges der Virus-Spuk wieder in Luft auflöst- bis zum November, wenn es wieder heißt: „Vogelgrippe in einem Betrieb in ..."


Mehr Geld, bessere Bedingungen, strengere Importbestimmungen

Wir sind an einen kritischen Punkt angelangt, der den Verantwortlichen unverzüglich abverlangt, der Ära "Billigfleisch" Einhalt zu gebieten.

Geflügelfleisch ist ein wertvolles Nahrungsmittel und als solches muss es einen angemessenen Preis haben, das Wohl der Tiere und die eigene Gesundheit sollte allen ein paar Euro mehr wert sein.

Tierwohlinitiativen fokussiert, erweitert und staatlich subventioniert, könnten Haltungskriterien entschieden verbessern, indem Lohnmästern durch entsprechend gestaffelte zusätzliche Bonizahlungen bessere Gewinnmargen ermöglicht werden. Mehr Geld, geringere Besatzstärken, weniger Stress und Infektionsdruck, gesünderes Fleisch. Ein Regelelement, das im EU-Rahmen Mitgliedssaaten verpflichten muss. Strengere Kontrollen aller Handelspartner, transparente Handelswege, daran sollten unsere Führungseliten arbeiten und auch das Institut fragen, wo der Impfstoff bleibt.

Oder will man gar nicht impfen, weil der politische Tenor inzwischen lautet „Geflügel Keulen statt impfen [...]" - fast könnte man meinen ...

Der Bund stellt einem Institut Millionen zur Verfügung, das eigentlich schon längst hätte liefern müssen - die Rede ist von einem Impfstoff. Im März 2006 wurde vom Bund eine Forschungsvereinbarung mit einem Volumen von 60 Millionen Euro verabschiedet, die unter anderem zum Ziel hat, die Strategien zur Bekämpfung der Vogelgrippe weiterzuentwickeln. Dazu gehört auch die weitere Forschung an Impfstoffen für Tiere. Entsprechend wurde das Institut für Tiergesundheit von der Bundesregierung gebeten, einen sogenannten Marker-Impfstoff zu entwickeln. Das Institut hat bereits einen Prototyp entwickelt arbeitet aber noch immer an einem Impfstoff für den serienmäßigen Einsatz - seit zehn Jahren. Außer einem Merkblatt für biosichernde Maßnahmen zu erstellen, hat das Institut in dieser Zeitspanne nichts geliefert . Statt eine Frist zu setzen, bei Nichteinhaltung ein anderes Institut mit zurate zu ziehen, hat der Bund 300 Millionen Euro zusätzlich bis zur Fertigstellung im Jahr 2013 in zwei neue Gebäudekomplexe des weltweit modernsten Institut für Tierseuchenforschung am Standort Riems investiert . Es entstanden 89 Labore mit unterschiedlichen Sicherheitsstufen sowie 163 Ställe.

2016 hat der Bund die endgültige Zusage für das Bauvorhabenin Mecklenhorst-Mariensee gegeben, dahinter stehen 72 Millionen Euro, mit denen der dortige Standort des Instituts umgestaltet wird.

Im Marienseer Institut für Nutztiergenetik, zugehörig zum FriedrichLöffler-Institut (FLI), befindet sich unter anderem eine neue Gendatenbank von Bund und Ländern, die Erbgut von bedrohten Nutztierrassen einlagert.

Spermien, Eizellen, Embryonen und anderes DNA-Material von Rindern, Schweinen, Pferden, Schafen, Ziegen und einheimischer Hühnerrassen diversen Ursprungs lagern hier bei minus 196 Grad Celsius.

"Es handelt sich um einen Kulturschatz, den es zu bewahren gilt", sagte Michael Kühne vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium.

Ein Mann mit wahrlich hellseherischen Fähigkeiten, denn diesen genetischen Hühner-Kulturschatz, aber auch DNA von allen domestizierten Enten, - und Gänserassen werden wir in Zukunft brauchen, weil das alte Kulturgut „Rassegeflügelzucht", welches zum Erhalt alter Geflügelrassen beiträgt, immer mehr dem Untergang geweiht ist. Die Konsequenz auf staatliche Willkür.


Pflichtimpfung für Rassegeflügel und Wirtschaftsbetriebe - die einzige Chance!

Auch hinsichtlich der Bedenken, manche EU Staaten könnten eine vorsorgliche Impfung aus Kostengründen ablehnen, Deutschland sollte endlich Flagge bekennen und mit gutem Beispiel vorangehen!

Leider ist gesellschaftlich durch die Bank weg festzustellen, dass aus Desinteresse und Unkenntnis heraus, zu dem komplexen Thema "Vogelgrippe" keine öffentliche und politische Meinung zu erwarten ist.

Eine Chance auch für den holländischen Virologen Prof. Dr. Albert Osterhaus, welcher dem inzwischen öfters kritisierten FLI jetzt Schützenhilfe leistet. Der Tierseuchen-Papst ist partout gegen eine Impfung, weil die das Geflügelfleisch verteuere. Osterhaus hat früh auf das Einsperren der Tiere gedrungen, deshalb nennt man ihn in den Niederlanden auch „Professor Stallpflicht". Auf die Frage, ob das nicht Quälerei sei, antwortete er einem Journalisten, Zitat: „Nein das ist ein romantisches Missverständnis. Hühner zum Beispiel fühlen sich draußen ungeschützt und leicht gestresst, weil sie ständig Feinde fürchten. Wir müssen im Stall für gute Bedingungen sorgen, dann können sie sich im Stall durchaus wohlfühlen".

Welche Lobby Osterhaus vertritt, ist klar zu erkennen. Der Verband der Niederländischen Geflügelschlachtereien und Geflügelverarbeitungsbetriebe (NEPLUVI) äußert sich positiv über den konstant hohen Konsum von Geflügelfleisch in den Niederlanden. Der Pro-Kopf-Verzehr von Geflügel in den Niederlanden toppt Deutschland und lag 2015 bei statt lichen 22,3 Kilogramm, Tendenz weiter steigend.


Stallpflicht und deren praktische Umsetzung

Es kann nicht sein, dass bestens positionierte Führungseliten frei schalten und walten können, um sich vielleicht einige persönliche Vorteile zu sichern. Millionen von Vögeln jährlich umgebracht und vernichtet werden und last, but not least der Steuerzahler den Dilettantismus der zuständigen Behörden finanziert.

Eine Stallpflicht in Hessen voraussichtlich über sechs Monate. Androhung von 30.000 Euro Bußgeld bei Zuwiederhandlung.

Strenge Auflagen für private Hobbyhalter in Form eines Merkblatts über biosichernde Maßnahmen, dass einst für große Wirtschaftsgeflügelbetriebe erstellt wurde, deren Umsetzung aber für private Hobbyhalter mit enormem Aufwand verbunden ist.

Die Möglichkeit einer Ausnahmegenehmigung, die im Grunde reine Formsache ist, weil im Fall der erteilten Genehmigung die Tiere keinesfalls frei auf der Weide laufen dürfen, sondern eine Ausnahmegenehmigung lediglich eine begrenzte, mit kleinmaschigen Netzen umspannte Fläche, die direkt an die Stalltürangrenzt,vorsieht.

Zudem werden bei Wassergeflügel Hühner als Sentineltiere zwingend vorgeschrieben, die in direktem Kontakt mit Enten und Gänsen stehen müssen, wobei Letztere Hühnern gegenüber nicht immer wohlgesonnen sind, was den Anbau einer zusätzlichen Hühnervoliere erfordert.

Enten und Gänsehalter, die ihre Tiere nicht dauerhaft einsperren können, müssen für dieses kleine Privileg eben mal etwas tiefer in die Tasche greifen, wenn das Veterinäramt sich überhaupt auf eine Genehmigung einlässt. Denn was das Platzangebot pro Tier angeht, gelten für Private die gleichen Besatzstärken pro m2 wie für die Tierindustrie. Nur wachsen in Mastbetrieben die Tiere in den Platz hinein, leiden so kürzer. Beispielsweise erreichen Pekingenten nach 40 Tagen ihr Schlachtgewicht, Hühner nach 30 Tagen, Gänse kommen nur nachts in den Stall, tagsüber auf die Weide, wo sie als Vegetarier hingehören, sie lassen sich nicht dauerhaft einsperren, ohne dass es zu Verlusten kommt.

Nun aber meinen manche Veterinärkreisbehörden „11 Quadratmeter pro Gans (über Monate) muss reichen!"


Gänse fliegen gegen geschlossene Stalltüren

Ausgewachsenes, an Freiheit gewöhntes Rassegeflügel, dass plötzlich eingesperrt wird und über Wochen in teils zu kleinen Ställen ausharren muss, zeigt schnell Verhaltensstörungen wie eine stetig zunehmende Aggressivität unter den Tieren, Hospitalismus, Federpicken, - rupfen oder sonstige Verletzungen. Viele Züchter mussten bereits betroffene Tiere nottöten, haben aus Platzmangel gesunde Tiere schlachten müssen. Viele haben das Handtuch völlig geworfen, oder spielen mit dem Gedanken, weil sie keine Zukunftsperspektive sehen. Enttäuscht sind von einer politischen Führungselite, die seit gut einem Jahr nur noch damit beschäftigt ist, dass zu schaffen, was Deutschland (angeblich) locker schafft, um es weiterhin zu schaffen, ihre Position zu halten.

Wen interessieren ganz "Oben" banale Dinge wie Vogelgrippe, mitsamt allen Konsequenzen für Mensch, Tier, Umwelt und auch bäuerliche Kleinbetriebe, die sich aus Verantwortung für Tier und Mensch zu artgerechter Freilandgeflügelhaltung entschieden und in Hühnermobile investiert haben. Freilandhennenhalter dürfen ab Februar ihre Eier nach EU-Recht nicht mehr als Freilandeier deklarieren. Die Eier bekommen fortan die Kennzeichnung „aus Bodenhaltung" und müssen damit drei bis vier Cent billiger verkauft werden. Weil die Betriebe nichts für die Situation können, will man in Schleswig Holstein beispielsweise Entschädigungen anbieten.


Fazit

Anliegen „kleiner" Geflügelhalter, die leider viel zu oft von oben herab behandelt werden, von unnachgiebigen und übervorsichtigen Beamten, deren Vorgesetzte, die von den Bürgern direkt gewählten Landräte, sie schalten und walten lassen. Regelrecht in die Rolle eines Bittstellers degradiert, wird mancher gebeutelter Geflügelhalter sich bei der nächsten Wahl daran erinnern - wenn er bis dahin überhaupt noch lebt.


Krank von jetzt auf gleich: Die Menschen-Grippewelle rollt durch Deutschland

Sie kommt in der Regel aus heiterem Himmel und hat 2017 etwas früher begonnen als in den Vorjahren. Allein in unserem Bundesland erkranken jährlich viele Hunderttausend Menschen an Grippe. Jedes Jahr sorgt eine neue Kombination aus Virenstämmen (Mischtypen) für Symptome wie hohes Fieber, Gliederschmerzen und Infektionen der Atemwege. Trotz Medizin ist Grippe in Deutschland die Infektionskrankheit mit den meisten Todesfällen. Jährlich sterben weltweit an ihr 250.000 bis 500.000 Menschen, auch solche, die nie Kontakt zu Vögeln hatten.

Voll besetzte öffentliche Verkehrsmittel, Großraumbüros, Großveranstaltungen, öffentliche Toiletten und durch den WSV gut besuchte Warenhäuser bieten Grippeerregern eine ideale Verbreitungsplattform.

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wurden zu Jahresbeginn 2017 bereits 2440 Grippefälle in Bayern, 526 Grippeerkrankte in Berlin und 33 Grippefälle in Schwaben gemeldet. Bislang wurden 465 Grippe-Tote von RKI registriert, und das Jahr hat erst angefangen ...

Wie wir das oben genannte Kranken-(Seuchen) geschehen dauerhaft in den Griff bekommen?

Lakonisch könnte man sagen: Wohnungs, -und Leinenpflicht für Menschen, Risikogruppen am besten vorsorglich Keulen!"


Literaturverzeichnis

https://albert-schweitzer-stiftung.de/massentierhaltung/masthuehner
https://albert-schweitzer-stiftung.de/massentierhaltung/enten
https://albert-schweitzer-stiftung.de/massentierhaltung/puten
http://www.volksstimme.de/nachrichten/sachsen_anhalt/1413577_ Der-lslam-ist-ein-Teil-von-Wiesenhof.html
http://www.toennies-forschung.de/tf/kuratorium_mettenleiter.php
https://www.bundesregierung.de/Content/DE/statischeSeiten/Breg/FAO/faq-zur-vogelgrippe.html
http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Region/Neustadt/Nachrichten/lm-Friedrich-Loeffler-lnstitut-Mariensee-hat-die-erste-bundesweite-Gendatenbank-fuer-Nutztierrassen-den-Betrieb-aufgenommen
https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest/
Siegeszug der Seuche: Leipziger Volkszeitung/LVZ-Ausgabe Nr. 36 (11./12. Februar 2017) Seite 3


Danksagung

An dieser St elle danke ich fünf Menschen, die zum Gelingen dieser Broschüre beigetragen haben. Besonderes hervorheben möchte ich hier zwei von Keulung betroffene Mastbetriebe, die mir telefonisch ein Interview ermöglichten. Neben Text können auch Bilder viel aussagen, ein großes Dankeschön an Frau Ute Kniesehe, für die Grafiken sowie die Gestaltung des Covers. Last, but not least auch ein Danke an Sie, liebe Leser für Ihr Interesse an meinen Recherchen. Bleibt zu hoffen, dass diese weitverbreitet auch den Weg auf die Computerschirme der zuständigen Behörden finden, um dort vielleicht doch etwas zu bewirken. Wir alle stehen in der Pflicht der uns nachfolgenden Generationen und dürfen unsere Verantwortung gegenüber Mitgeschöpfen und der Natur nicht weiterhin außer Acht lassen!

Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.
Gustav Heinemann

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