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Hermann Dobbe – 50 Jahre Vorsitzender des RGZV Gildehaus

11.07.2016

© Lars Steenken

Hermann Dobbe (Mitte) umrahmt vom LV-Vorsitzenden Lars Steenken (r.) und dem LV-Ehrenvorsitzenden und Wegbegleiter über viele Jahre Fritz Lindert (l.)

Sichtlich gerührt war Hermann Dobbe, als er am 13.2. die herzlichen Glückwünsche der vielen Gäste für seine 50-jährige Tätigkeit als Vors. des RGZV Gildehaus entgegennahm. Dieses seltene Jubiläum wurde neben seinen Vereinsfreunden mit dem LR des LK Grafschaft Bentheim, seiner Stellvertreterin, den BM der Städte Bad Bentheim und Schüttorf und Vertreter des LV Weser-Ems sowie des KV Emsland und Grafschaft Bentheim gebührend gefeiert. Der LV-Vors. Lars Steenken würdigte das außerordentliche Engagement von Hermann Dobbe für die Rassegeflügelzucht und überreichte ihm ein besonderes Erinnerungsband zum Jubiläum. „Wenn ich zurückblicke auf die vielen Jahre stelle ich fest, wie schnell doch die Zeit vergangen ist“, sagte der Jubilar in seiner Ansprache. Die Liebe zum Rassegeflügel wurde ihm durch seine Eltern in die Wiege gelegt. Seit frühester Kindheit mit der Aufzucht von Hühnern beschäftigt, hat sich Hermann Dobbe als Zwölfjähriger 1951 der Jugendgruppe des Vereins angeschlossen. Hier schaffte er es, weitere jugendliche Rassegeflügelliebhaber für den Verein zu gewinnen, um bewusst den Altersdurchschnitt deutlich zu senken. Mit ausschlaggebend waren seine Schreibmaschinenkenntnisse, die ihn 1954 zum 2.Schriftführer und zum Ringwart in den Vorstand gebracht haben. Es folgte 1965 die Wahl zum stellv. Vorsitzenden. Durch den plötzlichen Tod des Vorsitzenden Heinrich Hölscher im Jahr 1966, musste im Verein die Nachfolge geregelt werden und unser Jubilar stand verantwortungsvoll zur Verfügung. Mit seinem Freund Johann Stockhorst, als sein Stellvertreter, wagte er einen Neuanfang, denn mit einem Vereinsvermögen von 24 DM war die finanzielle Lage äußerst angespannt. Mit seiner Willens- und Schaffenskraft und der Ermutigung der Vereinsmitglieder blühte der RGZV Gildehaus außerordentlich auf und aus Anlass des 85-jährigen Vereinsbestehens im Jahr 1983 wurde erstmals eine Chronik angefertigt. Es folgte ein ganz entscheidendes Jahr. Die Gaststätte, wo über viele Jahre die Vereinsausstellungen stattgefunden haben, wurde geschlossen. Es ist u. a. Hermann Dobbe zu verdanken, dass 1985 das erste Vereinsheim für die Rassegeflügelzucht im Kreis Grafschaft Bentheim geschaffen wurde. Und damit wurde sozusagen der Grundstein für die vielen nachfolgenden Kleintierzüchterheime in der Umgebung gelegt. Der Verein war nun auch in der Lage größere Ausstellungen durchzuführen. Aktuell fanden bereits 35 Sonder- und Hauptsonderschauen mit länderübergreifender Beteiligung in Gildehaus statt. Einen hohen Stellenwert im Ausstellungskalender hat für viele Zuchtfreunde bis heute die Gildehauser Zwerghuhnschau. 1998 fand eine große Jubiläumsfeier aus Anlass des 100-jährigen Vereinsbestehens statt mit der Ausgabe einer weiteren Chronik. In diesem Jahr wurde Hermann Dobbe zum Meister des LV Weser-Ems ernannt. Für das aktive Vereinsleben ist es immer wichtig, wenn für die Mitglieder etwas angeboten wird. Das Organisationstalent hat bereits viele Vereinsausflüge veranstaltet und so manche mehrtägige Fahrt war für Überraschungen gut. So gab es im Münchner Olympiastadion ein Treffen mit Franz Beckenbauer und die Tageszeitung berichtete „Kaiser Franz empfängt Rassegeflügelzüchter“. Oder es wurde auch schon einmal ein Zwischenstopp in Erfurt mit dem spontanen Besuch des Fernsehsenders MDR gemacht. Wenn man bedenkt, dass vor 50 Jahren der junge Vorsitzende Hermann Dobbe mit einem kleinen Startkapital anfing und der Verein heute ein Vereinsheim sein Eigen nennen darf, ist das seinem großen Engagement zu verdanken. Ausdrücklich lobte er anlässlich der Feierlichkeit aber auch seine Vereinsmitglieder, dessen Familien und auch diejenigen, die nicht mehr unter uns sind. Sein Stellvertreter Alfred Alsmeier soll einmal gesagt haben: „Seine Willenskraft, seine manchmal etwas hartnäckige Wesensart und sein starker Ehrgeiz sind dem Einen oder Andren sicher schon einmal auf den Wecker gegangen, haben aber in unserem Verein zu großem Erfolg geführt“. Seit dem 18. Lebensjahr seines Sohnes Hartmut bildet er eine Zuchtgemeinschaft, die bis heute Bestand hat. Zusammen züchten sie erfolgreich schwarze Zwerg-Australorps, die Hermann Dobbe bereits seit Kindheitstagen hat und mit denen die anerkannte Zuchtgemeinschaft Dobbe bereits so manchen großen Preis erringen konnte. Viele Freundschaften sind in den zurückliegenden Jahren entstanden. Und langweilig wird es dem ehemaligen Justizbeamten sicherlich auch nicht. Als Reporter einer hiesigen Tageszeitung ist Hermann Dobbe sehr viel unterwegs und es ist ihm ein großes Bedürfnis, durch Presse und Öffentlichkeitsarbeit, die Rasse- und Kleintierzucht werbewirksam darzustellen. Es macht sicherlich einiges aus, wenn man sich mit der Materie auskennt, worüber man schreibt. Ein weiteres Hobby des glühenden Andrea-Berg-Fan, die er seit ihren Anfängen mit begleitet, ist das Sammeln von Autogrammkarten. In den Redebeiträgen zum Jubiläum konnte man feststellen, dass man mit Hermann Dobbe sehr gut auskommt, dem die Harmonie und Ruhe im Ortsverein wichtig ist, der auch mal einen Streit schlichten kann und der stets gut vorbereitet die Versammlungen leitet. Eine Laudatio hielt die Vereinsschriftführerin Hannelore Dobben. Seinem Nachfolger wünschte er ebenso viel Glück und Unterstützung, wie er es bekommen hat.

Wir gratulieren Hermann Dobbe zu seiner 63-jährigen Vorstandsarbeit, davon alleine 50 Jahre als Vorsitzender, und wünschen ihm alles Gute, beste Gesundheit und noch viele Jahre Freude bei seiner nach wie vor intensiven Freizeitgestaltung.

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