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Hähnewettkrähen in Weinböhla

30.09.2015

Zahlreich waren die Besucher beim Wettkrähen erschienen und die Zähler hatten viele Krährufe zu notieren

Bildergalerie: Hähnewettkrähen in Weinböhla
Leider ist es heutzutage allgemeiner Trend, dass die Mitgliederzahlen der Vereine immer geringer werden. Viele Vereine haben um ihr Bestehen zu kämpfen oder gehen ganz ein. Deshalb ist es wichtig, jede Gelegenheit zu nutzen, um die Leute aufmerksam zu machen und eventuell neue Mitglieder zu werben. Besonders günstig wirkt sich hier in Weinböhla das jährlich veranstaltete Hähnewettkrähen aus, auf das sichtlich mehr Menschen aufmerksam werden. So ist diese Veranstaltung inzwischen eine schöne Tradition geworden, ähnlich wie das Finkenschlagen in anderen Regionen, etwa in Thüringen oder im Harz. 2015 fand das Hähnewettkrähen, inzwischen zum 10. Mal, wiederum am 1. Mai statt. Viele Menschen hatten von der Veranstaltung Kenntnis genommen und fanden sich am Veranstaltungsort der Gaststätte „Laubenschlößchen“ ein. Dort wurden seitlich der Gaststätte zwei Reihen Ausstellungskäfige aufgestellt, in die die Teilnehmer ihre Hähne bis kurz vor 9 Uhr, dem Beginn der Veranstaltung, einzusetzen hatten.

Der Geflügelzüchterverein Weinböhla, Coswig u. U. hat zzt. 46 Mitglieder. Seit einigen Jahren sind aber nach vorheriger Anmeldung auch Nichtmitglieder für den Wettbewerb zugelassen. Ab etwa 8.30 Uhr wurden die Hähne nach Zuweisung vom Vereinsvorsitzenden und Veranstaltungsleiter, Herrn Schlechte, in die Käfige eingesetzt. Pünktlich 9 Uhr nahmen die Wertungsrichter Platz, die die Häufigkeit des Krähens der einzelnen Hähne zu dokumentieren hatten. Wer würde wohl Sieger werden? Mein besonderes Augenmerk fiel auf einen Zwerghahn, der zwischen zwei großen Hähnen platziert war. Es war schon interessant, wie sich dieser kleine hervorzuheben versuchte: Immer wieder drehte er sich zwischen den beiden großen Hähnen hin und her, wobei er herausfordernd mit seinen Flügeln auf dem Boden schleifte. Allgemein hatte ich den Eindruck, dass die Zwerghähne aktiver waren, was, wie ich später hörte, aber nicht der Realität entsprach. Bei jedem Krähen machten die Wertungsrichter einen Strich in ihr Protokoll. Die Zuschauer waren sehr amüsiert darüber, wie sich die Hähne zu präsentieren versuchten. Für das leibliche Wohl der Zuschauer hatten einige Vereinsmitglieder gesorgt. Die Wettkampfzeit dauerte 45 Minuten, dann gab Herr Schlechte das Zeichen zum Abbruch. Die Protokolle der Wertungsrichter wurden eingesammelt und ausgewertet. Der Höhepunkt war die Bekanntgabe der Ergebnisse. Dabei stellte sich heraus, dass drei Hähne in der Wettkampfzeit von 45 Minuten jeweils 97 Mal gekräht hatten. Jetzt folgte ein dreiminütiges Stechen dieser drei. Es blieben dennoch zwei Sieger übrig. Die restlichen Hähne folgten mit 96 bis 92 Lautäußerungen. Sieben Hähne hielten es nicht für nötig, auch nur einen Ton von sich zu geben. Die Besitzer dieser Hähne erhielten als Trostpreis und zur allgemeinen Erheiterung der Menge eine kleine Flasche „Kümmerling“.

Das Hähnewettkrähen ist ein Spektakel und soll weiterhin jedes Jahr wiederholt werden. Bleibt zu wünschen, dass es auch in Zukunft mit dem Verein aufwärts geht.

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