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VZV-Jahreshauptversammlung 2015

28.06.2015
Zur 38. VZV-Bundestagung vom 26. bis 28.6. in Lügde luden Christa und J. Rüsenberg (SV d. Z. d. Phönix, Zwerg-Phönix und Onagadori) ein. Die JHV fand am 28.6. im Hotel Westfälischer Hof, Bahnhofstr. 25, 32676 Lügde statt. Insgesamt nahmen 102 Delegierte, Ehrengäste und Freunde der Zwerghuhnzucht an der JHV teil.

1. Vors. K. Stratmann begrüßte alle Teilnehmer und hieß sie in Lügde willkommen. Ein besonderer Dank ging an die Organisatoren Christa und J. Rüsenberg. Der Vors. ließ die Eindrücke der vergangenen Tage Revue passieren. H. J. Reker, BM von Lügde, hatte am Freitag eine Delegation des VZV empfangen und stellte die Stadt vor. K. Stratmann nutzte die Gelegenheit, um den Verband mit seinen Zielen und Leistungen vorzustellen. Der anschl. Stadtrundgang und der gemütliche Abend hinterließen ein positives Bild. Das Rahmenprogramm bot viele Höhepunkte. Der Besuch der Adlerwarte in Berlebeck, die Besichtigung der Altstadt mit dem Nachtwächter und eine Fahrt nach Bad Pyrmont standen auf dem Programm. Dazu ein gemütlicher Züchterabend mit dem RGZV Lügde. Als Ehrengäste hieß K. Stratmann besonders BM H. J. Reker, BDRG-Präs. C. Günzel, W. Riebniger, Ehrenpräs. und Vors. der Sparte Geflügel der Entente-EE, die Vertreter der Fachverbände U. und Petra Krüger sowie S. Leuschner (VHGW), A. Mißbach und Petra Krüger (VZI), H.-D. Ratzki (VDRP und LV Westf.-Lippe), M. Mertensotto (Jugendabt.), U. Freiberger (BZA), A.-K. Walter (LV Hannover), O. Metzner und F.-H. Mues (AL Dt. Junggeflügelschau Hannover) sowie die Vertreter der Fachpresse S. Leuschner und A. Mißbach willkommen. Weitere Willkommensgrüße entrichtete er an die Ehrenmeister und Ehrenmitglieder des VZV, des BDRG und der LV. Vom VDT war kein Vertreter anwesend. Zur Vers. hatten sich u. a. G. Wesch und M. Pohlmann entschuldigt. BM H. J. Recker eröffnete den Reigen der Grußworte. In kurzen Worten dankte er dem VZV, dass die Bundestagung in Lügde durchgeführt wurde. Er sei stolz, dass der rührige örtliche RGZV die Organisation für die Tagung übernommen habe. Der RGZV habe eine große Bedeutung für die Stadt und verwies dabei auf die vielen Auszeichnungen der Züchterinnen und Züchter. Sie seien Werbeträger für die Stadt. Überrascht zeigt er sich über die Vielfalt der Rassen und Farben innerhalb des Verbandes. Besonders wies er auf die positive Entwicklung der Stadt in den letzten Jahren hin. Abschl. wünschte er allen Gästen unbeschwerte Stunden und eine harmonische Vers. mit dem Wunsch auf eine baldige Rückkehr nach Lügde. BDRG-Präs. C. Günzel überbrachte die Grußworte des Präsidiums. Bemerkenswert sei für ihn der gute Zusammenhalt der Zwerghuhnzüchter. Die hervorragende Teilnahme an dieser Tagung sei ein Beweis dafür. Besonders erfreut zeigte er sich über die Absicht des VZV, die Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden verstärkt aufzunehmen. Abschl. betonte er die Wichtigkeit der Zwerghuhnzüchter im Ausstellungswesen des BDRG. Sie seien ein fester Bestandteil und, so hofft er, dass dies auch künftig so bleibe. W. Riebniger hob die Bedeutung des BDRG in Europa hervor. Aus seiner Sicht sei aufgrund der Stärke des BDRG in der EE ein Überdenken des Stimmenverhältnisses bei Entscheidungsprozessen erforderlich. Des Weiteren plädierte er für die Beibehaltung der EE-Schau als Wanderschau, auch wenn die deutschen Züchterinnen und Züchter mit Leipzig als Austragungsort einer EE-Schau verwöhnt seien und dieser Ausstellungsort in Europa einzigartig sei. So hoffte er auch auf eine gute Beteiligung deutscher Züchter/-innen bei der kommenden EE-Schau in Metz und verwies auf die Informationen zu dieser Schau im Internet. In Metz werden etwa 32000 Tiere in relativ neuen Ausstellungshallen erwartet. Zum Abschluss überreichte er eine Europamedaille für die nächste VZV-Schau an K. Stratmann. H.-D. Ratzki überbrachte die Grüße des LV-Westfalen-Lippe. Auch er stellte die hervorragende Beteiligung an dieser VZV-Bundestagung heraus und wünschte einen harmonischen Verlauf der Vers. Gleichzeitig forderte er die SV auf, die Nationale Bundessiegerschau mit der Anmeldung und Durchführung einer HSS oder Sonderschau zu unterstützen. Der Vors. erinnerte stellv. für alle im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder an H. Blatt, K. Hummelmeier, O. Repp, R. Hechler und D. Brandt. Zum Gedenken an die Verstorbenen erhoben sich die Anwesenden von ihren Plätzen.

2. Die Tagesordnung ist allen SV satzungsgemäß zugegangen. Änderungen zur TO wurden nicht erhoben und die TO wurde genehmigt.

3. Der Zwerghuhnverein 2014 mit Sitz in Gladbeck beantragte die Aufnahme als ordentliches Mitglied im VZV (Gruppe C – örtliche Zwerghuhnvereine). D. Schröer, Vertreter des Vereins, stellt den neuen Verein kurz vor. Dieser habe zzt. ca. 30 Mitglieder mit einer gesunden Mischung verschiedener Zwerghuhnrassen. Im November soll die erste Vereinsschau stattfinden. Die Versammlungsteilnehmer sprachen sich einstimmig für die Aufnahme aus. Somit sind dem VZV neben den 75 SV 15 örtliche Zwerghuhnzüchtervereine angeschlossen.

4. Alle Delegierten der Mitgliedsvereine trugen sich vor Beginn der Vers. in die Anwesenheitsliste ein. Schriftf. N. Wies teilte mit, dass von den 90 Mitgliedsvereinen 68 SV mit ihren stimmberechtigten Vertretern anwesend seien.

5. Zu Meistern der Deutschen Zwerghuhnzucht wurden M. Gitz (Verden), F.-H. Mues (Wunstorf), F. Reinke (Enger) und H. Falk (Willingshausen) ernannt. W. Riebniger (Lippstadt) wurde zum Ehrenmitglied des VZV ernannt. Der Club der Chabozüchter erhielt für seine vorbildliche Homepage den Förderpreis des VZV. Ein Vertreter des Clubs war jedoch nicht vertreten, um den Preis in Empfang zu nehmen.

6. Die Niederschrift der JHV 2014 in Sebnitz wurde in den Fachorganen, im Internet und im VZV-Journal veröffentlicht. Auf eine Verlesung wurde verzichtet. Da keine Änderungswünsche bzw. Einwände erhoben wurden gilt sie als genehmigt.

7. Jahresberichte

7.1 In seinem Jahresbericht erinnert Vors. K. Stratmann an den Beginn der Diskussionsrunden 2005 in Altötting, wo seither auf aktuelle Fragen umsetzbare Antworten gesucht und oftmals gefunden wurden. So wurden Themen behandelt wie zur Vogelgrippe und andere tierschutzrelevante Probleme, Fragen der Mitgliederbetreuung und Jugendbindung im SV, Aufgaben und Einsatz der Preis- und Sonderrichter, Öffentlichkeitsarbeit im Zeitalter des Internets, Baunutzungsverordnung und VO mit Auswirkungen auf die Zucht und Haltung von Geflügel, die Schauenlandschaft in Deutschland mit Sinn und Wert von Ehrenpreisen. Diskussionsanstöße wurden gegeben, aber auch Vorschläge im Team umgesetzt und immer mit Blick auf das Wohl der Rassegeflügelzucht und der Organisation. K. Stratmann ging besonders auf die seit langem geführte Diskussion zur Schauenlandschaft ein, die erweitert wurde um die Themen: Kostenexplosion der Schauen sowie Sinn und Zweck von Ehren- und Zuschlagspreisen. Erfreut zeigte er sich, dass das BDRG-Präsidium sich dieser Problematik annimmt und über die Gespräche am „Runden Tisch“ hinaus nun auch eine Fragebogenaktion zum Schauwesen im BDRG startete. Die Meinung der Basis soll damit abgefragt und in die Entscheidungsfindung eingebunden werden. Mit Interesse werden ferner die eingeleiteten und angekündigten Maßnahmen im Zusammenhang mit der Reorganisation des BDRG verfolgt. Die Schaffung einer effektiveren Struktur und die Einsparung von Kosten sei das Ziel. Prägend im Jahr 2014 seien wieder die Veranstaltungen des VZV mit der Bundestagung in Sebnitz und der 86. Dt. Zwerghuhnschau in Hannover gewesen. So lobte der Vors. das Engagement der Organisatoren und Verantwortlichen, die uns einige Höhepunkte beschert hätten. Sein Dank ging auch an die Verantwortlichen der SV, die Züchter, an das Team der AL Hannover als Partner und den Vorständen des VHGW und VZV für die harmonische Zusammenarbeit mit dem BDRG, die eine richtungsweisende Bundesschau auf die Beine gestellt haben. Die Versteigerung von 12 Zuchtstämmen des VHGW und VZV zu Gunsten der Kinderkrebsstiftung in Hannover erstmals eigenständig durchgeführt wurde brachte den gewünschten Erfolg. Es konnten insgesamt 3870 € für den guten Zweck ersteigert werden. Sein aufrichtiger Dank ging dafür an die Spender von Zuchtstämmen, an den versierten Auktionator H. Trinkl sowie an die großzügigen Erwerber der Stämme. Eine Fortsetzung wird es anlässl. der Bundessiegerschau in Dortmund geben. Sorge bereite aber die anhaltend sinkende Mitgliederentwicklung. Der demografische Wandel und das Überangebot an Freizeitgestaltung führten zu drastischen Rückgängen. Ein besonderes Augenmerk legte der Vors. an die weiterhin konstruktive Mitarbeit in den Gremien des BDRG. K. Stratmann gab die Wahlen von U. Freiberger zum Obmann im BZA für die Sparte Geflügel und M. Mertensotto zum Bundesjugendleiter bekannt und gratulierte beiden im Namen aller Versammlungsteilnehmer. Damit sei der VZV weiterhin in der Organisation des BDRG sehr gut vertreten. Lobend erwähnte er den aktiven Verbleib und die Verbundenheit der Zfr. im VZV-Vorstandsteam. Sein Dank ging aber auch an R. Möckel für seine annähernd 40 Jahre aktive Arbeit im BZA. Nicht unerwähnt ließ K. Stratmann auch die reibungslose und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem VHGW und dem VZV. Beweis dafür seien die in den letzten Jahren gemeinsam durchgeführten Bundesschauen, die als Grundlage für eine abgestimmte, zukunftsorientierte Arbeit angesehen werden könne. Mit dem Hinweis auf ein für ihn schönes Jahr 2014 und dem Dank an diejenigen, die dazu beigetragen haben, beendete der Vors. seinen Bericht.

7.2 2. Vors. U. Freiberger bedankte sich eingangs seines Berichtes ebenso bei dem ausgeschiedenen BZA-Obm. R. Möckel und zollte ihm Respekt und Hochachtung für seine Arbeit zum Wohle der Züchter und der europäischen Züchterwelt. Sein Dank ging auch an U. Güßbacher, der nach 27 Jahren aus der Sparte Geflügel ausschied. Die Nachfolge R. Möckels angetreten zu haben sei ein großer Vertrauensbeweis aber auch Verpflichtung und eine hohe Verantwortung, der sich U. Freiberger mit aller Kraft stellen werde. Mit der Verjüngung des BZA durch S. Wanzel und A. Klein sowie die kommissarische Berufung von S. Leuschner sei damit aus Sicht der Sparte Geflügel im BZA für die Zukunft eine gesicherte Arbeit gewährleistet. Überwältigend sei für ihn im vergangenen Jahr die Deutsche Zwerghuhnschau in Hannover gewesen, bei der annähernd 10.000 Zwerghühner ausgestellt wurden. Sein Dank ging daher an die vielen Aussteller für dieses enorme Meldeergebnis, wodurch auch ermöglicht wurde, Tendenzen in den einzelnen Rassen zu erkennen und entsprechende Hinweise zu geben. Einen besonderen Appell richtete U. Freiberger an alle SV-Verantwortlichen auf der jeweiligen Fachverbandsschau eine Sonderschau anzumelden. Leider fehlten trotz der enorm hohen Gesamtmeldezahl und der hervorragenden Rahmenbedingungen wieder einige Rassen komplett. Dies waren: Ükkeler, Everberger und Bosvoorder Bartzwerge, Zw.-Mechelner, Zw.-Dorking, Zw.-Kastilianer, Zw.-Creve-Coeur, Zw.-Brabanter, Appenzeller Zw.-Barthühner, Appenzeller Zw.-Spitzhauben, Bergische Zw.-Schlotterkämme, Zw.-Ardenner, Zw.-Elsässer und Zw.-Friesenhühner. Ein Lob richtete er an die Jungzüchter für das Ausstellen einiger Rassen, die in der allgemeinen Klasse nicht zur Beurteilung standen. Dies waren Frankfurter Zwerghühner, Zw.-Spanier und Zw.-Dominikaner. In der Sparte Geflügel wurden ab der Saison 2015 nachstehende Neuzüchtungen anerkannt: Dt. Zwerghühner, zitron-schwarzcol., Dt. Zw.-Reichshühner, braun-porzellanf., Ko Shamo, rotges.-weizenf., Zw.-Cochin, bobtailf., Zw.-Orpington, schokoladenbr., Zw.-Phönix blau-goldh. Folgende Neuzüchtungen wurden zum Vorstellungsverfahren zugelassen: Bantam, weiß-blaucol., Ükkeler Bartzwerge, blau-wachtelf., Zw.-Elsässer, blau-ges., Zw.-Plymouth Rocks, blau, Dt. Zw.-Reichshühner, weiß-blaucol., Zw.-Seidenhühner, splash, Jap. Legewachteln, wildf. und gelb-wildf. Abschl. verwies U. Freiberger noch darauf, dass eine große Anzahl der Neuzüchtungen Rassen oder Farbenschläge aus dem Ausland seien und somit keine direkten Neuzüchtungen. Von den Züchtern sollten nur Tiere als Neuzüchtung oder Sichtung gezeigt werden, die auch dem eingereichten Standard entsprechen und einen einwandfreien Pflegezustand besitzen. In der Sitzung der ESK-Geflügel wurde festgestellt, dass es verzwergte Rassen gibt, die teils bis zu 14 Handschwingen oder auch eine erhöhte Anzahl Steuerfedern haben. Hier werde durch den BZA auf den Schauen der kommenden Saison nochmals ein Monitoring durchgeführt. Betroffene SV sollen Mitteilung über eventuelle Abweichungen bei ihren Rassen an den BZA geben. Rückmeldungen gab es im vergangenen Jahr leider nur einmal.

7.3 T. Müller-Gemeinhardt stellte in seinem Bericht als Beisitzer Kommunikation, Recht und Tierschutz folgende Schwerpunkte heraus: In der Tierschutzbeiratssitzung im April 2015 wurden die Ergebnisse der langwierigen Verhandlungen wegen des Tiertransports erläutert. Für den Versand größerer Rassen stehen leider noch keine Kartons zur Verfügung. Beim Monitoring sind nicht kreisrunde Augen verschiedener Rassen des Geflügels aufgefallen, was auf eine starke Ausprägung der Backen zurückzuführen ist. Betroffen sind etwa Zwergenten, diverse Gänse und Kingtauben. Bei den Zwerghuhnrassen gäbe es keine besonderen Auffälligkeiten. Im Punkt Kommunikation berichtete T. Müller-Gemeinhardt davon, dass Rassegeflügelzüchter die biologische Vielfalt erhalten und damit einen staatlichen Auftrag aus dem Abkommen über die Erhaltung der biologischen Vielfalt aus dem Jahr 1992, welches zwischen zahlreichen Staaten geschlossen wurde, erfüllen. Die domestizierten Rassen und Arten seien genauso geschützt, wie die Wildformen von Flora und Fauna. Hier sollten die Rassegeflügelzüchter ein besonderes Selbstbewusstsein entwickeln. Leider gehe diese Tatsache in der Aussendarstellung der Rassegeflügelzucht hinter dem Preisstreben der Züchter vielfach unter. Dabei erfüllen die Rassegeflügelzüchter tatsächlich diesen Auftrag. Er stellte fest, dass die personellen und vor allen Dingen die finanziellen Möglichkeiten hier ein rasches Umdenken in der breiten Bevölkerung erreichen zu können fehlen würden. Aus diesem Grunde seien ggf. Schulterschlüsse mit denjenigen Verbänden zu suchen, die sich bereits eine große Anerkennung in der Öffentlichkeit im Bereich des Naturschutzes erworben hätten. In der Diskussionsrunde am Vortag bestand Einigkeit, dass der Rassegeflügelzucht bei einer gewissen Kooperation nur Vorteile zukommen können. Daher soll ermittelt werden, welcher der Naturschutzverbände das notwendige Verständnis für unsere Arbeit aufbringe und an einer Zusammenarbeit interessiert wäre. Auch die Rassegeflügelzüchter hätten eine Menge zu bieten, so T. Müller-Gemeinhardt, nämlich die Erhaltung der biologischen Vielfalt im Bereich des domestizierten Geflügels, worum sich die Naturschutzverbände gar nicht kümmern, obwohl sie sich die Erhaltung der biologischen Vielfalt auf die Fahnen geschrieben hätten. In Absprache mit dem BDRG sollen die Möglichkeiten ermittelt werden.

7.4 N. Wies berichtete über die aktuellen Mitgliederzahlen und stellte einen Vergleich der Jahre 2013 bis 2015 dar. Der Trend sei leider immer noch rückläufig. Lag die Mitgliederstärke 2013 insgesamt noch bei 8656 und im Jahr 2014 bei 8543, so lag sie 2015 bei 8448. Entgegen dem Trend entwickeln sich die Werte bei den Jugendlichen erfreulich positiv (derzeit bei 393). Hier sei eine jährliche Steigerung von 4 bis 5 % festzustellen. Ausgehend von diesen Zahlen leitete N. Wies über auf das Ergebnis der Diskussionsrunde am Vortag, in der es um die Mitgliederwerbung in den Vereinen ging, über. Wie können wir interessierte Bürger für die Orts- und SV gewinnen? Rückblickend sei zu bemerken, dass die Rassegeflügelzucht vor Jahrzehnten einen ganz anderen Stellenwert in der Gesellschaft hatte. Ging es hier in erster Linie um die Wirtschaftlichkeit, die Fleisch- und Eierproduktion, so hat sich dies durch den Wandel der Gesellschaft nach und nach verändert. Früher konnten über die Eltern und Großeltern die Kinder und Jugendlichen für die Rassegeflügelzucht gewonnen werden. Heute verfolgen diese aufgrund des vielfältigen Hobbyangebotes und der immer mehr aufkommenden medialen Technik (Internet, Computer und sonstige Mobilgeräte) andere Interessen. Ein gravierender Unterschied zwischen Städten und Dörfern sei nicht mehr auszumachen. Die Umwelt habe sich verändert, der Bezug zur Tierhaltung habe sich gewandelt, ebenso die notwendige Verantwortung zur Pflege der Tiere. Gegenüber den florierenden Freizeitbeschäftigungen, wie z. B. in Sportvereinen, hat die Rassegeflügelzucht heute keine nennenswerte Lobby vorzuweisen. Um diesem Phänomen effektiv zu begegnen müsse spätestens jetzt der Hebel angesetzt werden. Ein Umdenkungsprozess müsse in Gang gesetzt werden und das beginne in den Köpfen der Verantwortlichen in den Vereinen an der Basis. Alte Strukturen müssten überdacht werden. Aussagen wie: „Das war schon immer so“ oder „man kann ja doch nichts verändern“ müssten aus den Gedanken verschwinden. Verschiedene Möglichkeiten zur Veränderung der derzeitigen Situation wurden durch die Diskussionsteilnehmer aufgegriffen, wie z. B. Durchführung von Schul- oder Kindergartenprojekten. Weitere Möglichkeiten der Mitgliedergewinnung wurden erörtert. Hierzu zähle u. a. auch die örtlichen Schauen zu überdenken und neue Wege zu eröffnen (z. B. die Möglichkeit des Ausstellens von No-Name-Geflügel durch Nichtmitglieder). Weg von den langen Käfigreihen und hin zu einer publikumswirksamen dekorativen Ausgestaltung der Schauen mit Volieren, Gehegen, Teichen, Stammschauen und vieles mehr. Der ständige Kontakt zu Kindern/Jugendlichen oder weiteren der Rassegeflügelzucht Außenstehenden spiele hierbei ebenso eine gewichtige Rolle. Es gebe sicherlich noch viele weitere Initiativmöglichkeiten zur Gewinnung neuer Mitglieder. Kreativität bei den Verantwortlichen in den Orts- und SV sei nun gefragt. Mit der Aufforderung an alle örtlichen Vereine und SV sich diesem wichtigen Thema der Mitgliedergewinnung und der ebenso wichtigen Betreuung zu widmen beendete N. Wies seinen Bericht.

7.5 Kass. T. Läufer stellte den Kassenbericht des vergangenen Geschäftsjahres vor. So berichtete er von einer weiterhin positiven Kassenlage mit einem leichten Gewinn.

8. G. Wulff und Michaela Huber prüften die Kasse. G. Wulff bescheinigte Kass. T. Läufer eine vorbildliche Kassenführung. Alle Einnahme- und Ausgabebelege waren vorhanden und nachvollziehbar. Es konnten keine Fehler festgestellt werden. Er dankte dem Kass. und dem Gesamtvorstand für die sehr gute Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr. Gleichzeitig beantragte G. Wulff die Entlastung des Kass. und des Gesamtvorstands. Die Entlastung erfolgte einstimmig.

9. Den Reigen der Grußworte eröffnete der stellv. VHGW-Vors. U. Krüger. Er lobte die gute Zusammenarbeit zwischen beiden Verbänden und verwies etwa auf das gemeinsame Wirken bei den Fachverbandsschauen und bei der Versteigerung von Zuchtstämmen zu Gunsten der Kinderkrebshilfe. Zur Bundestagung des VHGW vom 8./9.8.15 in Guteborn sprach er die Einladung an den VZV aus. Die Grüße des VZI überbrachte der 2. Vors. A. Mißbach. Der VZI könne auf ein nicht so erfolgreiches Jahr zurückblicken, machte doch das Geschehen um die Geflügelpest einen Strich durch die Rechnung. Er verwies auf die ausgefallene Bundesziergeflügelschau in Herzlake sowie weitere Landes-Ziergeflügelschauen. Das Verbringungsverbot für Wassergeflügel habe ein Ausstellen dieser Spezies verhindert. Gleichzeitig forderte er für die Zukunft verlässliche und akzeptable Rahmenbedingungen. Die Fachverbände und der Dachverband sollten deshalb noch enger zusammenarbeiten, um Möglichkeiten und Wege der Einflussnahme auszuloten. Kurze Einblicke gab A. Mißbach über die im April stattgefundene VZI-Tagung in Hilders. Neben den Fachthemen wurde ein verstärktes Augenmerk auf die Ausbildung der Ziergeflügel-PR gelegt. Der VZI suche nach Wegen verbesserter Schulungen der PR, die leider in den einzelnen PV kaum stattfänden. Eine Möglichkeit zur soliden Aus- und Weiterbildung der PR wäre die Zusammenarbeit mit dem VDRP zu intensivieren. Die Benennung eines Jugendbeauftragten im Vorstand zur Förderung des Nachwuchses war ein weiteres Ergebnis der VZI-Bundestagung. Abschließend lud er alle Interessierten zur 31. Bundesziergeflügelschau vom 4. bis 6.12.15 nach Leipzig ein. Für den VDRP überbrachte Vorstandsmitglied H.-D. Ratzki kurze Grußworte. Er berichtete über die VDRP-Tagung in Eibenstock. Anl. der Nationalen Bundessiegerschau in Dortmund sei eine Verbandsschau der Preisrichter vorgesehen. Von Seiten der PR ist nach Aussage Ratzkis verstärkt auf eine Übertypisierung zu achten, die ebenso zu bestrafen sei wie festgestellte unnatürliche Merkmale. Mit dem Verweis auf die über Jahre gute Zusammenarbeit zwischen den Verbänden beendete er seine Grußworte. Bundesjugendleiter M. Mertensotto überbrachte die Grußworte der Jugend-Abt. Mit der Bundesjugendschau in Dortmund stehe den Jugendlichen ein großes Event ins Haus, das mit einem Jugendstand und einer separaten Bastelschau noch verstärkt werden wird. Sein Dank ging an die Fachverbände für die jährliche Förderung der Jugend mit Ehrenpreisen. In der Vergangenheit habe die Führung der Jugend-Abt. Kritik hinnehmen müssen wegen der späten Auswertung der Bundesjugendmeisterschaft. Hierzu gab M. Mertensotto eine Veränderung der Regularien bekannt, die es ermöglichen wird, aktuell und zeitnah alle Deutschen Jugendmeister bereits zur Ausstellung bekanntzugeben.

10. Ergänzungswahlen

10.1 Auf Vorschlag des Vorstands wurde der bisherige Beisitzer Meinolf Mertensotto einstimmig wiedergewählt. Er nahm die Wahl an.

10.2 Neu wählten die Delegierten auf Vorschlag des Vorstands R. Schreiter einstimmig als Beisitzer BZA-Angelegenheiten in den Vorstand. R. Schreiter wird die Aufgaben von U. Freiberger übernehmen und ihn dadurch bei seinen umfangreichen Arbeiten als 2. Vors. und Spartenleiter Geflügel im BZA entlasten. R. Schreiter ist vielen als Mitorganisator der VZV-Bundestagung 2014 in Sebnitz, als fachkundiger PR auf vielen Schauen und als erfolgreicher Züchter von Federfüßigen Zwerghühnern bekannt. Die Wahl erfolgt für ein Jahr, um den Wahlrythmus einzuhalten. R. Schreiter stellte sich den Versammlungsteilnehmern kurz vor und bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen.

10.3 Zur Ergänzung der bisherigen Kassenprüfer wurden auf Vorschlag der Vers. H. Cordes für ein Jahr und E. Kowert für drei Jahre einstimmig gewählt. Beide nahmen die Wahl an.

11. Kass. T. Läufer stellte einen ausgeglichenen Haushaltsvoranschlag für das Geschäftsjahr 2015 vor, der von der Vers. angenommen wurde. Der Jahresbeitrag bleibt unverändert bei 75 Cent pro Mitglied bestehen.

12. U. Freiberger gab einen Bericht über die 178. Bundestagung des BDRG in Suhl. Die personellen Veränderungen im BZA und in der Jugend-Abt. wurden bereits unter den TOP 7.1 und 7.2 benannt. Nachfolgerin des ausgeschiedenen Schatzmeisters D. Johannismeier wurde Hannelore Hellenthal. Personelle Veränderungen gab es auch in einigen LV. Verschiedene Anträge wurden diskutiert und zum Teil auch entschieden. Die Änderung der BDRG-Satzung und der Geschäftsordnung konnte nach langen Diskussionen und kleinen Veränderungen verabschiedet werden. Der Vorschlag zur Neufassung der AAB soll auf der Basis der geänderten und verabschiedeten Satzung in einem Gremium überarbeitet werden. Bei der nächsten BDRG-Bundesvers. werde dann darüber entschieden. Die gewerblichen Einzeltiertransporte sind seit Anfang Mai in weiten Landesteilen wieder möglich, allerdings nur in dem dafür entwickelten Karton, der für Tiere bis 3 kg zugelassen sei. Eine baldige Lösung für die Hühner und Gänse werde mit der Bereitstellung größerer Kartons von der Firma Ilonexs zugesichert.

13. Vorschau VZV-Veranstaltungen

13.1. H.-D. Ratzki lud zur Teilnahme an der 97. Nationalen Bundessiegerschau in Dortmund verbunden mit den Fachverbandsschauen des VHGW/VZV und der Bundesjugendschau ein. Er erwähnte, dass durch die jährlich steigenden Hallenkosten möglicherweise letztmalig in Dortmund eine Bundesschau stattfinden werde. Die Entwicklung und Entscheidung des LV Westfalen-Lippe bleibt abzuwarten. Er erwarte in Dortmund ein Meldeergebnis von ca. 20000 Tieren. Für Präsentationen würden entsprechende Lösungen zur optimalen Gestaltung gefunden. Mit dem Wunsch nach einer guten Beteiligung aller Verbände, Vereine und Züchter endete sein Vorbericht. Vors. K. Stratmann gab weitere Höhepunkte der Nationalen Bundessiegerschau bekannt (Dt. Meisterschaft und Siegerkollektion auf Zwerghühner; Großer Preis der Zwerghuhnzucht auf Zw.-Haubenhühner; VZV-Stammschau der Zw.-Nackthalshühner; Präsentation „Wir erinnern an Dr. Paul Trübenbach“; Präsentation einer Winterlandschaft mit weißen Seidenhühnern; Jugendförderpreis des VZV auf 1,1 Zwerghühner (Moderne und Altenglische Zw.-Kämpfer, weiße und schwarze Zw.-Wyandotten, Zw.-Vorwerk und Zw.-Lakenfelder); Versteigerung zugunsten der Kinderkrebsstiftung am So., 11 Uhr. Die Stifter der Zuchtstämme aus den Reihen des VZV sind: A, Weigelt, Bantam, schw. oder perlgrau; ZGM Lütkehellweg, Chabo; E. Schmidt, Zw.-Wyandotten, gelb-schwarzcol.; A. Klein, Zw.-Italiener, weiß; N. Eckardt, Zw.-Nackthalshühner, schwarz; L. Zumbrägel, Zw.-Seidenhühner, weiß).

13.2. G. Wulff lud zur 39. VZV-Bundestagung am 25./26.6.16 in den Raum Lübeck ein. Die Tagung findet im Flair-Landhotel Strengliner Mühle, Mühlenstraße 2, in 23820 Strenglin statt. Das Tagungshotel liegt 20 Autominuten entfernt von der Ostsee und nur 20 km von Lübeck. Sein Dank galt dem VZV für das entgegengebrachte Vertrauen. In Kurzform stellte er das voraussichtliche Programm, etwa den Besuch beim Grafen zu Ranzau, einen holsteinischen Abend und die Stadttour im Bus durch Lübeck vor.

14. Folgende Veranstaltungen sind ab 2016 vorgesehen – Bundestagungen: 39. VZV-Tagung am 25./26.6.16 im Raum Lübeck/SV Dt. Reichshühner und Zw.-Reichshühner, Ausrichter G. Wulff; 40. VZV-Tagung am 24./25.6.17 in Mühlhausen/SV der Bergischen Hühnerrassen und deren Zwerge, Ausrichter U. Krüger; 41. VZV-Tagung am 23./24.6.18 in Verden/SV Antwerpener Bartzwerge, einstimmig angenommen; 42. VZV-Tagung am 29./30.6.19 durch den Bantam-Klub, Ort wird noch bekanntgegeben, Antrag einstimmig angenommen. Deutsche Zwerghuhnschauen; 11. bis 13.11.16 in Rheinberg; 21./22.10.17 in Hannover; 2018 Erfurt oder Hannover; wegen Terminüberschneidung mit der EE-Schau in Dänemark muss mit den Bewerbern noch über einen Ausweichtermin gesprochen werden; 2019 in Leipzig mit allen 3 Fachverbänden. Großer Preis der Zwerghuhnzucht: 2016 in Rheinberg (gesäumte Zw.-Wyandotten); 2017 in Hannover (Zw.-Welsumer); 2018 in Erfurt oder Hannover (seltene Zwerghühner?); 2019 in Leipzig (Zw.-Cochin – 90 Jahre). Stammschauen bei der Nationalen: 2016 in Leipzig (Ko Shamo - Entscheidung im August 2015); 2017 in Erfurt (Thüringer Zw.-Barthühner); 2018 in Leipzig (Zw.-Sachsenhühner). Präsentation „Wir erinnern an…“: 2016 in Rheinberg (Wilhelm Müller, Magdeburg). BDRG-Rasse des Jahres 2016 (Deutsche Zwerghühner). AL O. Metzner lud zur Dt. Junggeflügelschau am 17./18.10.2015 in Hannover ein. Neben den bekannten angeschl. Schauen findet erstmals eine norddeutsche Meisterschaft statt. Die Ausstellungspapiere wurden in den Fachzeitschriften und im Internet veröffentlicht. Aussteller des vergangenen Jahres erhalten die Meldepapiere automatisch per Post. 15. Der Vors. gab folgende Schwerpunkte der Vorstandsarbeit bekannt. Schauenlandschaft in Deutschland (aktive Mitwirkung des VZV an den Bestrebungen des BDRG, die Termine der Bundesschauen und deren Kosten zu reduzieren); Zusammenarbeit mit dem VHGW (Nutzung der positiven Erfahrungen bei den gemeinsamen Bundesschauen für eine weitere enge und abgestimmte Zusammenarbeit zum Wohle der Mitgliedsvereine); Delegierung von Verantwortung (wird im VZV-Vorstandsteam weiter praktiziert nach dem Motto: „denn gemeinsam und nur gemeinsam sind wir ein starkes Team!“); bei den Beratungen im Gesamtvorstand des BDRG aktiv mitarbeiten (konstruktiv einbringen und Verantwortung übernehmen mit dem Ziel, den BDRG zu stärken, das Ansehen der Rassegeflügelzucht zu fördern und die uns anvertrauten Tiere in ihrer Vielfältigkeit zu erhalten).

16. Anträge zur Beschlussfassung gingen nicht ein.

17. Es erfolgen keine Wortmeldungen. 2. Vors. U. Freiberger dankte nochmals den Ausrichtern der diesj. Bundestagung für die hervorragende Organisation. Sein Dank ging auch an K. Stratmann für die souveräne Versammlungsleitung und an die teilnehmenden Delegierten und Gäste für ihr zahlreiches Erscheinen sowie für den harmonischen Verlauf der JHV. Anschl. erfolgt die Ausgabe der Schecks über die Ringgelder an die SV.

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